Die Werte in der Wissenschaft
Die Wissenschaft als solche sollte natürlich bestimmte Werte und Ziele verfolgen, um auf diese Art und Weise verschiedene Aspekte neutral bewerten zu können. Eine Wertefestsetzung in der Wissenschaft geht sogar bis auf Aristoteles zurück. Er war der Ansicht, dass die Wissenschaft völlig neutral sein müsste, sie sollte werte- und voraussetzungsfrei sein, sprich autonom.
Dieser Wertegrundlage widersetzte sich Karl Popper. Seiner Meinung nach sollte Wissenschaft stets von bestimmten Zielen und Werten geleitet werden. Insbesondere Interessen, die positive Auswirkungen haben könnten, sollten mit der Wissenschaft entsprechend verfolgt werden. So soll die Wissenschaft nach seiner Auffassung der Suche nach Wahrheit entsprechen, nach Lösungen für bestehende Probleme suchen und diese ausarbeiten.
Richard Freymann und seine Wertevorstellungen
Nachdem Popper behauptete, die Wissenschaft müsse für Kritik offen sein und auch bestehende Thesen und Theorien kritisch betrachten, anstatt sie einfach zu übernehmen, mischte auch Richard Freymann bei der Wertevorstellung der Wissenschaft mit. Er sah viele Dinge ähnlich, wie Popper, kritisierte jedoch vor allem die Cargo-Kult-Wissenschaft.
Bei dieser wurden bestehende Ergebnisse und Erkenntnisse aus wissenschaftlicher Forschung einfach übernommen und auf deren Basis weiter geforscht. Zwar findet damit methodisch betrachtet eine korrekte Forschung statt, doch sind nicht alle einst aufgestellten Theorien tatsächlich korrekt. So wird auf falschen Grundlagen weiter geforscht.
Weitere Werte der Wissenschaft
Ebenfalls wird es schwierig, wissenschaftliche Werte anzuerkennen, wenn sich einzelne Wissenschaftsgebiete von Lobbyisten, Regierung oder Unternehmen beeinflussen lassen. Insbesondere die ethischen Grenzen der Wissenschaft werden derzeit heiß diskutiert. Betroffen sind vor allem die Gentechnik, die Stammzellenforschung und die Erforschung von Massenvernichtungswaffen, die ethisch doch sehr bedenklich sind.